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Eine erste Gelegenheit für Fotos bietet die Bahnfahrt nach Malbork zum Besuch der wuchtigen Ordensburg am 17.07.1978. Mit dem Schmalspurzug geht es nach Nowy Dwor,
dort wird in einen Normalspurzug nach Szymankowo umgestiegen, wo wiederum der Zug nach Malbork erreicht wird. |
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Auf halbem Wege zwischen Nowy Dwor und Szymankowo liegt der Bahnhof Nowy Staw (Neuteich). Hier am Schnittpunkt zwischen Schmal- und Normalspur
wartet Ty2 666 die Durchfahrt unseres Personenzuges ab, um weiterrangieren zu können. Es handelt sich dabei um die bei Schwartzkopff in Wildau 1943 gebaute Kriegslok 52 6205.
Die Bilder aus Malbork möchte ich Ihnen dagegen vorenthalten, von der wuchtigen Ordensburg gibt es bestimmt bessere... |
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Am späten Nachmittag kehren wir nach Nowy Dwor zurück. Bis zur Abfahrt des Zuges nach Stegna ist noch etwas Zeit, einen abgestellten Bxhpi zu besichtigen. Weiß jemand etwas über ihn?
Aber was dampft denn da in der Bahnhofsausfahrt in Richtung Lisewo? Schnell bin ich da hingelaufen: Px48 1773 wurde vom Lokpersonal in den Schatten des einzigen Baumes gefahren, um die wohlverdiente Pause
sitzend auf den Schienenköpfen des Nachbargleises zu genießen.
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Aber auch die schönste Pause geht einmal vorbei und die Lok setzt mit ihren gedeckten Güterwagen zum am Bahnsteig wartenden Personenwagen zurück. Kurzer Halt zwischendurch zur Triebwerkskontrolle:
Hat da nicht eben etwas geklappert? Später gibt es dann Gelegenheit, den Blick über den dreigleisigen Personenbahnhof schweifen zu lassen, mit den Lokbehandlungsanlagen im Hintergrund. |
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Aber dann: Ein Pfiff der Lok, und langsam setzt sich der Zug in Bewegung und rollt schwankend ob der ausgeleierten Gleise an mir vorbei in Richtung Lisewo (Liessau) davon.
Gerade noch rechzeitig, denn auch der (dieselbespannte) Zug nach Sztutowo über Stegna wartet schon am Nachbargleis. Also, schnell dorthin, wo meine Mitfahrer schon, zum Ziehen der Notbremse fest entschlossen,
warten, sollte mir drohen, den Zug zu verpassen. |
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Dieser Tag hat meinen Appetit nun erst richtig geweckt, am 19.07. finde ich Gelegenheit zu einer Fahrt auf dem Netz. Leider zu spät für den Zug nach Nowy Dwor komme ich los, finde aber einen Bus nach Tczew,
der über verschlungene Landstraßen an der Weichsel entlangfährt und mich gleich nach Lisewo bringt. |
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Und was steht da am Wasserkran? Px48 1773 schmaucht da wiederum friedlich vor sich hin. Der Wasserfluß ist längst abgestellt, aber die Arbeit, den Ausleger wegzudrehen,
hat sich bislang niemand gemacht. Im Hintergrund ist übrigens das Stellwerk der Hauptstrecke Tczew-Malbork zu sehen, Teil der ehemaligen Ostbahn Berlin-Königsberg. Und Px48 1757 steht kalt
auf einem Abstellgleis (rechts).
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Beide Lokomotiven haben übrigens noch ein ungewöhnliches weiteres Leben vor sich: Sie landen beide in Deutschland, Px48 1773 wurde sogar in Pila "germanisiert", fuhr einige Zeit als 99 1773 beim Oechsle
und stand später in Straupitz. Wo sich die Lok jetzt befindet, ist allerdings nicht ganz klar. Px48 1757 gelangte auch über das Oechsle nach Durlesbach, wo sie wohl auch heute noch als Denkmal vor einem Schmalspurzug steht. |
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Ein schneller Blick zur Hauptstrecke: Was dampft denn da gerade vorbei? Eine Ty2 "mit Kastentender voran" und am Zughaken einige alte deutsche Eilzugwagen! Die Zeit scheint stehengeblieben, bis auf die
Lampenmasten könnte dies auch schon während des Zweiten Weltkrieges so ausgesehen haben. Leider bin ich zu weit weg und der Zug entschwindet über die Weichselbrücke nach Tczew. Aber nun soll doch bald der Zug starten,
mit dem ich fahren will: |
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Und da brummt auch schon Mbd1 137, ein Eigenbau aus dem Jahr 1968, vom Lokschuppen in einer Sägefahrt zu dem bereitstehenden Reisezugwagen, noch einmal vorbei am Triebwagenschuppen mit Mbd1 130. dann kann die
Fahrt ja losgehen, in vier Stunden warten 70 Schmalspur-Kilometer über Malbork Kaldowo Wask nach Nowy Dwor auf mich. Reisende sind nicht oder nur spärlich zu begrüßen. Leider habe ich auch keine Bilder gemacht. |
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Aber auch die schönste Fahrt ist irgendwann zuende, Nowy Dwor ist erreicht. Die zwei Mitreisenden haben den schiefhängenden Wagen verlassen und streben ihren Verrichtungen zu.
Bemerkenswert sind die Zuglaufschilder am Triebwagen. Zufrieden fahre ich zurück ins Ferienlager.
Noch einen Tag kann ich in diesem Jahr nicht "herausdrehen", es gelingen am 22.07.1978 nach einem Besuch in der Gedenkstätte des KZ Stutthof nur noch die beiden untenstehenden Bilder vom "Jantar-Expreß",
dem dieselgetriebenen Pendelzug von Mikoszewo am rechten Weichselufer nach Stegna, befördert an diesem Tag von Lyd1 215. Der Zug hat gerade den Dreiecksbahnhof Stegna erreicht und die Lok setzt nun zur Rückfahrt auf die andere Seite
der offenen Wagen um, nicht ohne vorher noch ihrem Personal eine Pause gegönnt zu haben. Und der Zug füllt sich indes langsam, er ist besonders bei den vielen Ferienlager-Gruppen beliebt,
denen die Beförderung mit den parallellaufenden PKS-Bussen oft Probleme bereitet. |
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Im nächsten Jahr habe ich mir noch einmal die Mitfahrt von Lisewo nach Nowy Dwor vorgenommen, diesmal zusammen mit einem Freund.
Im Fahrplan sieht der Zug noch genauso aus, aber in der Praxis verkehrt er dann dann doch ganz anders....
Aber der Reihe nach: |
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Der Bus vom Vorjahr bringt mich wieder nach Lisewo. Ein Zug zu akzeptabler Zeit verkehrt nicht mehr. Natürlich führt mich mein erster Weg zum Bw unterhalb der Regelspurbahn. Px48 1757 steht hier, dahinter eine zweite
Lok, beide kalt. Die Zufahrt zur Bekohlung ist damit blockiert, offenbar findet überhaupt kein Dampf-Betrieb von Lisewo aus mehr statt. Na, dann fahren wir eben wieder Triebwagen! |
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Ich vermisse den Personenwagen am Bahnsteig! Stattdessen rangiert zur Abfahrtszeit Mbd1 130 mit 2 Güterwagen an den Bahnsteig. Dieser Triebwagen, auch ein Eigenumbau, diesmal von 1958 aus älteren Fahrzeugen,
ist wesentlich kleiner als der des vorigen Jahres. Mit ihm und den beiden Wagen durchfahren wir den südlichen Teil des Schmalspurbahnrings bis Malbork Kaldowo Wask, dem nach Stillegung des Streckenastes über den Nogat nach Malbork hinein
verbliebenen Bahnhof der Stadt. Die beiden Reisenden steigen hier aus und auch das Zugpersonal verschwindet im Stationsgebäude. Einen Aufenthalt von knapp einer halben Stunde sieht der Fahrplan hier vor, da eine Kneipe nicht in Sicht ist,
verzehren wir unsere mitgebrachten Brote wegen des Nieselregens auf einer Bank im Vorraum des Aufgangs zum Normalspurhaltepunkt. |
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Pünktlich tauchen die drei Mann Personal wieder auf, Reisende dagegen nicht. Die Fahrt geht weiter, nach 2,9 Kilometern wird Kamionka erreicht. Der Triebwagen drückt hier zurück und nimmt zwei
neue O-Wagen auf. Auch ein Gegenzug ist noch abzuwarten, ebenfalls triebwagenbespannt. Dessen mitgeführter schiefer Wagen läßt vermuten, daß es sich um den des Vorjahres handelt. |
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Knapp neun Kilometer sind es nun nach Lipinka (Lindenau), einem ausgedehnten Dreiecksbahnhof, an dem die Durchmesserstrecke über Nowy Staw abzweigt. Schnell ist der vordere Teil des Zuges abgehängt
und umfangreiche Rangierarbeiten beginnen: Die Einheit zieht über die Weiche in Richtung Nowy Dwor vor, um eine im anderen Bahnhofsteil stehende Wagengruppe aufzunehmen. Dahinter sollen die beiden letzten der mitgeführten Wagen
abgestellt werden. |
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Erstaunlich lang ist die Wagengruppe, welche von dem kleinen Triebwagen da hin und her rangiert wird! Schließlich sind aber alle Wagen dort verstaut, wo sie hin sollen, und der kleine
Triebwagen setzt zurück an seine beiden Wagen und macht den beiden das Rangiergeschäft hautnah miterlebenden Fahrgästen Hoffnung auf baldige Weiterfahrt. Aber gemach, eine kurze Zigarettenpause ist noch drin.... |
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Nun, nach einer interessanten Weiterfahrt erreicht das Gefährt Nowy Dwor und wir beide schließlich auch wieder das Ferienlager. |